Sommernewsletter 2026

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Liebe Freundinnen und Freunde der Stiftung,
liebe Interessierte,


in diesem Jahr konnten wir mit unserer Stiftungsarbeit wieder besondere Schwerpunkte setzen und freuen uns, in diesem Newsletter von drei unserer Förder- und Spendenprojekte - und den inspirierenden Initiator:innen - berichten zu können:

  • Musiktherapie in der Ukraine: Ein bewegender Bericht von Tetiana Chernous über ein Projekt, das Familien mit unmittelbaren Kriegserfahrungen Halt und therapeutische Unterstützung schenkt.
  • PhD-Woche in Dänemark: Unsere Stipendiatin Selina Kehl nimmt uns mit an die Universität Aalborg und berichtet vom guten Gefühl, Teil einer großen wissenschaftlichen Gemeinschaft zu sein.
  • Politische Impulse für Künstlerische Therapien: Im Interview spricht Prof. Dr. Lutz Neugebauer zu aktuellen berufspolitischen Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen für unser Fachfeld.

Natürlich möchten wir Sie auch in diesem Jahr wieder ganz herzlich zu unserem Stiftungstag im Herbst einladen.

STIFTUNGSTAG 2026
SAMSTAG, 3. OKTOBER, 10 BIS 16 UHR
RUDOLF STEINER HAUS HAMBURG

Wir freuen uns schon auf vier Fachvorträge unserer Antragstellenden, den gemeinsamen wissenschaftlichen Diskurs sowie das Singen und Klönen mit Ihnen. Das Programm finden Sie hier. Wenn Sie teilnehmen möchten, genügt eine formlose E-Mail an: hannah.ott@andreas-tobias-kind-stiftung.de

Bis zu unserem Wiedersehen wünschen wir Ihnen eine erholsame Sommerzeit!

Beste Grüße
Ihr Team der Andreas Tobias Kind Stiftung
Hannah Ott - Britta Johannesson

Hinweis: Unser Stiftungsbüro macht Sommerpause. Ab dem 31. August sind wir wieder für Sie erreichbar. 

Foto im Header: Caleb Oquendo/pexels

Wenn Musik wieder Heimat schenkt: Tetiana Chernous und Olena Shershnova berichten über ein musiktherapeutisches Projekt für vom Krieg betroffene Familien in der Ukraine

Seit Anfang 2024 begleitet unsere Stiftung die Musiktherapeutinnen Tetiana Chernous, Olena Shershnova, Olena Romanova und Maryna Slot. Zunächst konnten wir drei der Frauen im Rahmen ihrer Weiterbildung „TrommelPower“ am Freien Musikzentrum München unterstützen. Ein Jahr später initiierten Tetiana Chernous und Olena Shershnova mithilfe der Kind Stiftung eine Summer School an der Universität Ostroh, um die gelernten Techniken an andere Musiktherapeut:innen in der Ukraine weiterzugeben. Auch in diesem Jahr fördern wir wieder ihre Summer School 2.0. Zudem durften wir im Frühjahr die von der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft gesammelten Spenden an die Ukrainerinnen weiterleiten, um sie bei ihrer Arbeit mit vom Krieg traumatisierten Familien zu unterstützen. Tetiana Chernous und Olena Shershnova haben ihre Erfahrungen für uns aufgeschrieben:

Bevor wir Ihnen diese Geschichte erzählen, möchten wir der Kind Stiftung und der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft ganz herzlich danken. Nicht nur für die finanzielle Unterstützung, sondern dafür, dass sie diese Idee wahrgenommen haben, als sie noch genau das war: nur eine Idee. Ohne Budget, ohne Team, ohne jede Garantie, dass sie jemals Wirklichkeit werden würde. Nur wenige Menschen wagen es, in einem so frühen Stadium an ein Projekt zu glauben. Sie haben es getan, und dank ihnen konnten zehn Familien zwei Monate lang eine Unterstützung erfahren, die sie – so glauben wir – noch lange begleiten wird. Dieses Vertrauen bedeutet uns mehr, als Worte des Dankes jemals ausdrücken könnten.

Ein Fundament aus Vertrauen

Lassen Sie uns nun erzählen, was aus diesem Vertrauen gewachsen ist.
Der umfassende Krieg hat Tausende von ukrainischen Familien auseinandergerissen. Bei einigen dient ein geliebter Mensch beim Militär. Manche waren gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Einige leben jetzt in einem anderen Land. Und für andere begann alles mit der Gefangenschaft oder der Nachricht, dass ein Familienmitglied vermisst wird. Hinter all dem steht dieselbe Realität: Räumliche Distanz und ständige Ungewissheit zehren langsam an dem, worauf eine Familie aufgebaut ist – an der Insel der Sicherheit und Hoffnung, die sie eigentlich sein sollte. Das Vertrauen bricht zusammen. Eine gemeinsame Sprache geht verloren. Rollen verschwimmen. Eltern sind erschöpft von der permanenten Angst. Kinder ziehen sich in sich selbst zurück, unsicher, wie sie über das Erlebte sprechen sollen. In Häusern, die einst voller Gespräche waren, zieht Stille ein. Dies ist kein rein wissenschaftlicher Untersuchungsgegenstand. Es ist die alltägliche Realität von Millionen ukrainischer Familien – eine Realität, die nach einer Antwort verlangt.

Die unsichtbaren Wunden des Krieges

Vom 14. April bis zum 30. Juni 2026 führte das Team der Nationalen Universität Ostroh Akademie unter dem Originaltitel „Musiktherapie und systemische Familienunterstützung für durch den Krieg getrennte Familien“ ein achtwöchiges Programm für zehn solcher Familien durch: Familien von Soldaten und Soldatinnen, innerhalb der Ukraine vertriebene Familien, Familien, deren Angehörige im Ausland leben müssen, und Familien, die einen Verlust tragen, um den noch nie wirklich getrauert werden konnte. Das Programm war kombinierte Gruppenmusiktherapie (getrennte Gruppen für Erwachsene, für Jugendliche und für Eltern-Kind-Paare) mit individueller, systemischer Familienberatung für jede Familie. Dies geschah unter der kontinuierlichen professionellen Leitung des Teams, angeführt von der Musiktherapeutin und Methodikerin Tetiana Chernous und der Projektkoordinatorin Olena Shershnova, gemeinsam mit einem Team von Psychologinnen und Psychologen. Das Projekt stützte sich auf vier Ansätze gleichzeitig: systemische Familientherapie, trauma-sensible Pflege, einen ressourcenorientierten Ansatz und die Musiktherapie selbst. Musik wurde zur Sprache für alles, was schwer in Worte zu fassen ist: Angst, Erschöpfung, Trauer, Hoffnung.

Ein geschützter Raum und kleine Schritte zurück ins Leben

Über zwei Monate hinweg hielt das Team 24 Gruppensitzungen und 40 individuelle Familienberatungen ab. Aber Zahlen und Formate sind nur der Rahmen. Was wirklich zählte, geschah in einem Raum, in dem sich Woche für Woche Menschen mit Trommeln, kleinen Glocken und ihrem eigenen Schmerz versammelten. Und genau darüber, über das, was wirklich zählte, wollen wir am meisten sprechen. Hinter jeder Zahl in diesem Projekt steht eine lebendige Geschichte: Geschichten von Menschen, die, versunken in Kummer, Verzweiflung und Schmerz, leise begannen, ihr Leben zu verändern – Woche für Woche. Langsam fingen sie wieder an zu lächeln. Sie begannen zu bemerken, dass andere Menschen an ihrer Seite waren. Sie fingen an, sich selbst wieder mehr Aufmerksamkeit zu schenken: Sie blickten nicht mehr mit Gleichgültigkeit in den Spiegel, sondern mit so etwas wie Neugier. Es war, als ob die Farbe der Trauer langsam den Farben des Lebens wich. Es war tief berührend zu beobachten, wie Teilnehmende innerhalb weniger Wochen ihre Frisur änderten, wie sie wieder den Kontakt zu Verwandten suchten, zu denen das Verhältnis distanziert oder sogar offen schwierig geworden war. Wenn eine Teilnehmerin erzählt, dass Gespräche in ihre Familie zurückgekehrt sind, dass sie ihren Verwandten wieder nähergekommen ist und das Leben langsam seinen Weg zurück in ihr Zuhause findet – dann beginnt man an etwas zu glauben, das über die reine Kraft der Kunst hinausgeht. Man beginnt an die stille Magie der Musik zu glauben und an die Beziehungen, die innerhalb der Musiktherapie wachsen. Im Laufe dieser acht Wochen kamen viele solcher kleinen, leisen Geschichten zusammen – jede von ihnen ein Schritt in Richtung Heilung und jede eine Erinnerung für das Team, warum diese Arbeit wirklich zählt.

Wie Familien sich selbst heilen

Den Beobachtungen des gesamten Teams zufolge verließen die Familien das Programm mit weniger Ängsten, einer wiederhergestellten Kommunikation innerhalb der Familie, einem gestärkten Gefühl der elterlichen Kompetenz und neuen Fähigkeiten zur emotionalen Selbstregulation durch Musik – selbst jene, die durch den Krieg noch physisch voneinander getrennt waren. Die Kernbotschaft ist einfach: Wenn eine Familie wieder zu einem Ort der Stabilität und des Zusammenhalts wird, beginnt sie, sich selbst zu heilen; sie wird zu ihrer eigenen Medizin. Allmählich werden die Therapeut:innen weniger gebraucht, weil die Familien die Musik in sich tragen und eigenständig weitermachen. Eine Familie vergisst nicht, was ihr widerfahren ist, aber sie kann diese Erfahrung durchschreiten und auf der anderen Seite erneuert und stärker als zuvor hervorgehen.

Erschöpft, aber unendlich dankbar

Wir wissen ehrlich gesagt nicht, ob wir jemals wieder in der Lage sein werden, so etwas wie dieses Projekt auf die Beine zu stellen. Dieses Vorhaben hat jedem Beteiligten emotional und fachlich enorm viel abverlangt. Es gab Tage, an denen wir völlig ausgelaugt nach Hause kamen, weil jede Sitzung so viel Schmerz in sich barg. Aber gleichzeitig wurden wir mit eigenen Augen Zeugen davon, wie zerbrechlich und dennoch kraftvoll der Prozess der Heilung sein kann, selbst wenn er in winzigen, fast unsichtbaren Schritten abläuft. Und wir wissen, dass dieses Projekt uns als Team verändert hat. Es konnte nur geschehen, weil jemand an uns geglaubt hat, noch bevor wir selbst ganz daran geglaubt haben.

Blick über den Tellerrand: Unsere Stipendiatin Selina Kehl berichtet von ihrer PhD-Woche an der Aalborg Universität

Die PhD-Woche an der Aalborg Universität im April 2026 bildete den Auftakt meines PhD-Programms, das von der Kind Stiftung gefördert wird. 

Die Studienwoche war vielfältig gestaltet: Sie umfasste Präsentationen der Promovierenden zu ihren Projekten mit Fokus auf den jeweiligen Forschungsprozess, Vorlesungen verschiedener (Gast)-Dozent:innen, einen Journal Club sowie die Teilnahme an der PhD-Verteidigung einer Kollegin, die wir anschliessend gemeinsam feiern durften. So war der Beginn des Programms zugleich mit einer konkreten Vorstellung davon verbunden, wohin dieser Weg führen kann. 

Peer-Feedback und kreative Impulse

Besonders eindrücklich und lehrreich war für mich das Prinzip des Peer-Feedbacks, das an der Aalborg Universität fest zur wissenschaftlichen Kultur gehört. Jede:r Promovierende erhielt die Aufgabe, die Präsentation einer Kollegin oder eines Kollegen vertieft zu kommentieren, bevor sich die gesamte Gruppe in die Diskussion einbrachte. Dieser wertschätzende und zugleich kritische Austausch eröffnete mir neue Perspektiven auf mein Projekt und zeigte, wie gewinnbringend gemeinsames Nachdenken über Forschung sein kann. 

Ebenso prägend war die enge Verflechtung von wissenschaftlicher Auseinandersetzung und musikalischer Erfahrung. Bereits zu Beginn der Woche ermöglichten uns das von einer Dozentin angeleitete Musikhören und Improvisieren anhand konkreter Aufgabenstellungen, unsere Forschungsfragen aus neuen Perspektiven zu betrachten. Auch der gemeinsame Besuch eines klassischen Konzerts und ein Graffiti-Workshop waren weit mehr als ein kulturelles Rahmenprogramm. Durch die kontinuierliche Verknüpfung mit unseren Forschungsprojekten entstanden neue Denk- und Reflexionsräume. 

Gelebte Gemeinschaft

Rückblickend bleibt für mich vor allem das Gefühl, Teil einer Gruppe geworden zu sein, in der Neugier, gegenseitige Unterstützung und das gemeinsame Interesse an musiktherapeutischer Forschung den Alltag prägen. Diese Erfahrung sowie die Möglichkeit, mein Projekt in einem solchen Umfeld weiterzuentwickeln, empfinde ich als grosses Privileg. 

Fotos der Universität Aalborg: Selina Kehl
Im Gespräch mit Prof. Dr. Lutz Neugebauer über neue politische Impulse für die Künstlerischen Therapien
Die Anerkennung der Künstlerischen Therapien nimmt spürbar Fahrt auf. Im Gespräch mit unserem Beiratsvorsitzenden Prof. Dr. Lutz Neugebauer werfen wir einen Blick auf die aktuellen Entwicklungen der berufspolitischen Arbeit und beleuchten die Herausforderungen der Zukunft.

Lieber Lutz, hinter den Kulissen hat sich in den letzten Monaten enorm viel getan. Wie kam es zu dieser neuen Dynamik bei der Anerkennung der Künstlerischen Therapien und welche Türen haben sich in der Politik für uns aufgetan?

LN: Der Auftakt zu diesen neuen Entwicklungen war sicher der Europäische Kongress für Musiktherapie in Hamburg. Er fiel in das Jahr nach der Neuwahl, die uns in fast allen Bereichen neue Ansprechpartner:innen beschert hat. Der Kongress hat uns tatsächlich in eine gute „Startposition“ für weitere politische Gespräche gebracht, die zum Ende der Ampelkoalition doch ins Stocken geraten waren.
Drei Dinge möchte ich bezüglich des Kongresses herausstellen:
  • die gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, bei der eine Online-Pressekonferenz den Auftakt bildete, zu der über 50 Journalist:innen angemeldet waren. Während des Kongresses konnten wir zahlreiche Interviews mit Expert:innen vermitteln,
  • die Mittagsgespräche, für die ich mitverantwortlich war, und …
  • die Unterstützung, die dieses Format durch die Politik und durch Künstler aus dem Umfeld des Nordoff-Robbins Zentrums erfahren hat: U. a. Christopher Bailey (Schirmherr des Kongresses, WHO), Tanja Machalet (MdB, SPD), Emmi Zeulner (MdB, CDU), Johannes Wagner (MdB, Grüne), Thomas Isenberg (Kultur- und Gesundheitsbeauftragter, EU), Till Brönner (Musiker und Komponist), Rolf Zuckowski (Musiker und Komponist) und Maya Singh (Journalistin) waren bei den Presseterminen und Mittagsgesprächen persönlich oder virtuell zugegen. Moderiert wurden die Mittagsgespräche von der bekannten Wissenschafts- und Medizinjournalistin Christina Sartori – das konnte sich neben dem wissenschaftlichen Programm schon sehen lassen.
Die auf dem Kongress geknüpften Kontakte, besonders zu den neuen Vertreter:innen der Regierung und der Ausschüsse des Bundestages, haben wir weiter gepflegt. Sie werden nun fruchtbar: Am 9. Juni 2026 veranstaltete die Bundesarbeitsgemeinschaft Künstlerische Therapien (BAG KT), zu der auch die Deutsche Musiktherapeutische Gesellschaft (DMtG) gehört, einen Parlamentarischen Abend mit rund 40 Gästen in der Berliner Kanzlei Dierks + Company. Die Schirmherrschaft übernahm Dr. Tanja Machalet in ihrer Funktion als Vorsitzende des Gesundheitsausschusses im Bundestag. Ziel war es, konkrete Wege zum Berufsstandsschutz für Künstlerische Therapeut:innen sowie zur kassenärztlichen Erstattung ambulanter Behandlungen aufzuzeigen.
Besonders dankbar können wir der Stiftung sein, die im Vorfeld des Kongresses die Durchführung in allen Bereichen durch eine Förderung unterstützt hat. Die Stiftung schenkt uns bei diesen Aktivitäten immer wieder einen Vertrauensvorschuss; denn die Anträge werden ja meist im Planungsstadium gestellt.

Gab es auf dem Parlamentarischen Abend einen Moment oder ein Detail, das dir besonders im Gedächtnis geblieben ist?

LN: Natürlich! Mich beeindruckt immer, wie sehr sich Menschen von Therapiebeispielen berühren lassen. Es geht ja in der berufspolitischen Diskussion und im Gesundheitswesen viel um Evidenz, Wirkung und Nutzen, die nachgewiesen werden müssen – weil das Gesundheitswesen ja immer Regelungen für ALLE trifft. Dass am Ende der einzelne Mensch das eigentliche Ziel der Politik ist, wurde an den Reaktionen und Kommentaren der Anwesenden zu den Beispielen deutlich, die ich darstellen durfte. Ziel war es, die allgemeine soziale Wirkung von Kultur – wie Teilhabe und Inklusion durch Musik – von einer klinischen Therapie abzugrenzen, die im Gesundheitswesen verankert werden soll. Das ist gut gelungen.

Ein anderer Aspekt, der mich berührt hat, fand eher im Vorfeld der Veranstaltung statt: Mich freut es, dass unsere Idee von so vielen Menschen so aktiv begleitet wird. Die Diskussionsteilnehmenden und Frau Sartori als Moderatorin des Abends haben alle sehr schnell zugesagt und unser Ziel gut unterstützt – teilweise haben sie für diesen Abend Urlaube unterbrochen oder verkürzt. Danke dafür auch an dieser Stelle!

Wir stehen möglicherweise an einem historischen Wendepunkt für unsere Berufsstände. Welche konkreten Schritte wurden bereits umgesetzt und vor welchen organisatorischen und finanziellen Herausforderungen stehen wir dabei?

LN: Ich denke, dass es für die Musiktherapie derzeit eine gute Chance für eine Regelung gibt: Mit dem Parlamentarischen Abend im Juni ist ein Anfang gemacht, um im Rahmen einer Richtlinie für die Berufsausübung Künstlerischer Therapien Zugänge für Patient:innen und Ausbildungsstrukturen zu regeln. Mit den Kolleg:innen haben wir einen ersten Richtlinien-Entwurf erarbeitet. Die wesentliche Herausforderung besteht wohl darin, dass – bei allem guten Willen – die konkreten Aufgaben nur mit juristischer Hilfe zu stemmen sind.

Lieber Lutz, du blickst auf Jahre voller berufspolitischem Einsatz zurück. Woher nimmst du persönlich die Energie und Motivation, auch weiterhin am Ball zu bleiben?

LN: Vielleicht ein abenteuerlicher Vergleich: Es ist ein bisschen wie Walzer tanzen. Manchmal geht es scheinbar rückwärts, manchmal kreist man um sich selbst, man kann es nicht allein machen – und es macht Spaß. Wenn ich auf die Jahre der Arbeit zurückblicke, habe ich auf dem Weg viele sehr interessante Menschen kennengelernt und Begegnungen gehabt, die mich auch persönlich bereichert haben. Auf diesem berufspolitischen Weg lerne ich immer wieder neue Menschen kennen und werde von „alten Freund:innen“ unterstützt und getragen – dazu gehören auch die Familie Kind und die Stiftung. Und letztendlich geht es doch darum, die Welt ein bisschen besser zu hinterlassen, als sie ist. Dazu etwas beizutragen, im gemeinsamen Tun mit vielen anderen Menschen, ist doch Motivation genug.

Vielen Dank, lieber Lutz, und viel Erfolg und Leichtigkeit für deine weiteren Tanzschritte!

Foto: Prof. Dr. Lutz Neugebauer
Verwaltungsgesellschaft der Andreas Tobias Kind Stiftung mbH
c/o Hannah Ott I Im Dorfe 1 I 21400 Reinstorf-Holzen
info@andreas-tobias-kind-stiftung.de I www.andreas-tobias-kind-stiftung.de
Registergericht: Amtsgericht Hamburg I HRB 43227 I Geschäftssitz: Hamburg






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